
Oxybelis aeneus – Zuchtbericht 2022
Haltungs- und Zuchtdaten
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Erwerb der Tiere | März 2022 |
| Gruppe | 1.2 |
| PLS bis Eiablage | 12 Tage |
| Gelegegröße | 3 Eier |
| Eimasse | 4,0–4,3 g |
| Eilänge | 40–44 mm |
| Eidurchmesser | 10,9 mm |
| Inkubationstemperatur | 29,5 °C |
| Inkubationsdauer | 59–60 Tage |
| Schlupfgewicht | 3,6 g |
| Schlupflänge | 31,5 cm |
| Erste Futteraufnahme Weibchen | 4 Tage nach Eiablage |
| Erste Häutung Jungtiere | 12 Tage nach Schlupf |
Einleitung
Im März 2022 erwarb ich ein Trio (1.2) Oxybelis aeneus von LS-Reptiles.
Bereits bei der Geschlechtsbestimmung fiel mir auf, dass sich die Tiere deutlich von meinen Oxybelis fulgidus unterschieden. Beim Sondieren drang die Sonde bei den Weibchen etwa vier bis sechs Subcaudalschuppen tief ein, während sie bei den Männchen sechs bis neun Schuppen erreichte.
Zum Vergleich: Bei meinen Oxybelis fulgidus lässt sich die Sonde bei Weibchen kaum mehr als zwei Schuppen tief einführen. Dieser Unterschied hat mich zunächst überrascht und etwas verunsichert.
Ein Video vom Auspacken und der ersten Begutachtung der Tiere findet sich im entsprechenden Blogbeitrag.
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Erste Anzeichen einer Trächtigkeit
Bereits beim Auspacken fiel mir auf, dass eines der Weibchen einen deutlich verdickten Körperbereich aufwies.
Das Tier nahm nach dem Einzug noch zweimal Geckos als Futter an und häutete sich am 18.03.2022. Zu diesem Zeitpunkt waren die Eier bereits deutlich erkennbar.
Nach der Häutung stellte das Weibchen die Nahrungsaufnahme vollständig ein.
In der folgenden Woche zeigte es ein auffällig unruhiges Verhalten. Da die Eier deutlich sichtbar waren und sehr tief im Körper saßen, machte ich mir zeitweise Sorgen über eine mögliche Legenot.
Das Weibchen hielt sich häufig an den Frontscheiben des Terrariums auf und versuchte immer wieder zwischen Scheibe und Frontleiste zu gelangen. Um diesen Reiz zu reduzieren, deckte ich die Frontscheibe vorübergehend mit dunklem Stoff ab.
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Vorbereitung des Ablageplatzes
Um dem Weibchen verschiedene Möglichkeiten zur Eiablage anzubieten, installierte ich mehrere Verstecke und Ablageplätze in unterschiedlichen Höhen des Terrariums.
Während meiner Recherche fand ich Hinweise darauf, dass Oxybelis aeneus in der Natur ihre Eier häufig bodennah ablegen. Interessanterweise hielten sich mein zweites Weibchen sowie das Männchen regelmäßig im unteren Bereich des Terrariums auf.
Das trächtige Weibchen zeigte dieses Verhalten jedoch nie.
Letztlich wurde eine flache Kunststoffbox als Ablageplatz angenommen, die in einer Höhe mit Temperaturen von etwa 28–29 °C installiert war.
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Die Eiablage
Am 30.03.2022, also zwölf Tage nach der PLS-Häutung, legte das Weibchen erfolgreich drei Eier ab.
Die Eier wurden direkt in der vorbereiteten Ablagebox abgelegt.
Die Form der Eier erinnert stark an die Eier von Leptophis-Arten und ist deutlich länglicher als bei vielen anderen Nattern.
Die Eier hatten folgende Maße:
- Gewicht: 4,0–4,3 g
- Länge: 40–44 mm
- Durchmesser: 10,9 mm
Bereits vier Tage nach der Eiablage, am 03.04.2022, nahm das Weibchen wieder Nahrung auf.
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Inkubation
Die Eier wurden bei konstant 29,5 °C inkubiert.
Die Inkubationsdauer betrug 59 bis 60 Tage.
Während der gesamten Inkubationszeit entwickelten sich die Eier problemlos.
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Schlupf
Nach 59 bis 60 Tagen schlüpften alle Jungtiere erfolgreich.
Die Neonaten waren ihren Eltern optisch bereits sehr ähnlich und zeigten die typische Erscheinung der Art.
Daten der Jungtiere:
- Gewicht: 3,6 g
- Länge: 31,5 cm
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Aufzucht
Die Jungtiere wurden einzeln in 40-cm-Würfelterrarien unter semitropischen Bedingungen untergebracht.
Zwölf Tage nach dem Schlupf erfolgte die erste Häutung.
Anschließend nahmen sämtliche Jungtiere problemlos junge Jungferngeckos als Erstfutter an.
Die weitere Entwicklung der Tiere verlief ohne Schwierigkeiten.
Foto obenn:Terrarium mit 1.2 Oxybelis auneus.
Foto Unten:Trächtiges Weibchen mit 3 Eier
Oxybelis auneus Eier in Ablagebox